Wie du den schönsten Heiratsantrag machst

Liebe Leserin, lieber Leser*, 

 

du möchtest deiner Partnerin einen Heiratsantrag machen und fragst dich, wie du das am besten anstellst? Dann kommen hier meine brandheißen Tipps für dich, damit auch alles so läuft, wie du dir das vorstellst und die Freudentränen garantiert sind.

 

Tipp #1 für den Ort

Es ist nicht übertrieben, wenn ich dir an dieser Stelle sage: Der Heiratsantrag ist für sich gesehen einer der besondersten und schönsten Momente im Leben eines Paares. (Kleiner Spoiler: Noch schöner wird nur noch der Hochzeitstag. 😉) Das heißt, der Heiratsantrag für Euch als Paar wäre selbst dann schön, wenn ihr ihn zuhause im Schlafanzug lümmelnd auf der Couch zelebriert – ohne großes Brimborium.

 

Wie bei allem, was ich dir zum Thema Heiratsantrag erzähle, ist das oberste Gebot: Es muss und darf zum Geschmack deiner Partnerin passen! Du kannst dir als Hauptfrage, die über all deinen Entscheidungen diesbezüglich steht, stellen:

Was mag deine Partnerin gerne? Wobei geht ihr das Herz auf?

 

Und da schließt sich die wichtigste Frage für den Ort an: Was mag deine Partnerin bzw. dein Partner am liebsten?

Mag sie gerne im Rampenlicht stehen und liebt Gesellschaft? Dann würden folgende Orte sicherlich gut in Frage kommen:

  • Fußballstadion über Lautsprecher
  • Zeitungsartikel
  • Geburtstagsfeier mit allen anwesenden Freunden und Bekannten
  • Eifelturm oder ähnliche bekannte Attraktionen mit vielen Zuschauern 
  • Am Strand mit vielen Zuschauern
  • Im vollen Restaurant 
  • Im Kino per Leinwand

Wenn deine Partnerin allerdings in Eurer gemeinsamen Zeit schon öfter hat anmerken lassen, dass sie sich sowas  überhaupt nicht vorstellen könnte und sonst auch eher der Typ ist, der nicht  gerne im Mittelpunkt steht und Eurer Liebe lieber in trauter Zweisamkeit Ausdruck verleiht, dann berücksichtige dies bitte bei der Ortswahl und wähle zum Beispiel:

  • Euer trautes Zuhause (Übrigens, man mag es kaum glauben, aber statistisch gesehen werden die meisten Heiratsanträge in den eigenen vier Wänden gemacht – das ist also alles andere als langweilig.)
  • An einem Ort, den ihr beide im Laufe Eurer gemeinsamen Zeit schon öfter gemeinsam besucht habt und der Euch beiden etwas bedeutet. Zum Beispiel der Ort eures Kennenlernens (vorausgesetzt hier er passt in die Kategorie ‚ruhig und mit viel Privatsphäre‘), ein Aussichtspunkt mitten in der Natur ohne Touri-Ansammlung oder ähnliches.  

Wenn du die grundsätzliche Frage nach viel oder wenig Privatsphäre beantwortet hast, dann geht’s weiter in Richtung: Ja, und wie mache ich das jetzt?  

  

Tipp #2 für den Ablauf: Wie machst du den Heiratsantrag?

Natürlich hängt das ‚Wie‘ auch ein bisschen mit dem Ort zusammen, aber grundsätzlich bist du in dem Ablauf komplett frei. Die klassischste Variante kennst du sicherlich schon:

  • Ansprache, also deine Worte
  • Kniefall
  • Verlobungsring

Das wird auch nach wie vor sehr häufig gewählt und hat sich nicht umsonst bewährt. Es hat über viele Generationen Tradition und ist einfach schön.

  

In unserer heutigen Zeit gibt es aber viele weitere, kreative Möglichkeiten, die Ansprache zu ersetzen oder sie auszuschmücken.

 

Hierzu kannst du dich fragen: Welche Vorlieben hat deine Partnerin? Welche Hobbies?

Puzzelt sie zum Beispiel gerne? Dann könnt ihr einen Puzzleabend machen und wenn das Puzzle fertig ist, erkennt sie die Frage: Willst du mich heiraten? Natürlich kannst du auch auf eine Vorliebe oder ein Hobby eingehen, das ihr gemeinsam teilt. Wichtig ist dabei, dass deine Partnerin, für die der Heiratsantrag bestimmt ist, mit an Bord ist! 

 

Und nun ja, wir Frauen sind uns da (fast) einig: Kniefall und Verlobungsring müssen sein! ;-) Aber der Verlobungsring muss nicht immer das aller edelste Stück sein. Er muss von Herzen kommen und das Thema Budget darfst du mit dir, deinem Gewissen und dem Konto ein Einklang bringen. 

 

Tipp #3 für die Ansprache

Eins ist ziemlich sicher: Worte wirst du dazu sagen wollen, selbst wenn du ein Hobby von ihr oder Euch einbaust. Aber willst du irgendwelche Worte wählen? Nein, das dachte ich mir. Du wünschst dir, dass du deiner Partnerin die Worte sagen kannst, die ihr auch gebühren. Worte, die verdeutlichen, wie wichtig sie für dich im Leben geworden ist und dass du dir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen kannst mit dem Höhepunkt, mit der Frage aller Fragen: Willst du mich heiraten? (Alternativ auch: Willst du meine Frau werden?)

 

Glaube mir eins: Wenn du fühlst, dass du den Rest deines Lebens mit dieser Person verbringen möchtest, dann wirst du auch Worte finden, die dies ausdrücken! Ich glaube da fest an dich, weil ich in meinem fünf Jahren als Traurednerin, wo ich alle möglichen Verläufe von Heiratsanträgen hautnah erzählt bekomme, noch nie das Gegenteil erlebt habe! 

 

Ja, wenn du daran denkst, dann stellst du fest: Du wirst ganz schön nervös! Was, wenn ich da nix mehr rausbekomme? Eins vorweg: Das ist normal, geht jedem so und gehört auch einfach dazu. Sieh' es als Teil des Ganzen an. Weggehen wird die Nervosität nicht. Aber du kannst gut vorsorgen: Dazu ist die Vorbereitung deiner Worte eine super Sache. Mindestens wirst du dir die Worte vorher einmal gedanklich zurechtlegen wollen – mein Tipp: Schreib‘ dir mindestens Stichpunkte auf, die du erwähnen möchtest. Oder gerne auch die komplette Ansprache. Damit kannst du dich und deine Gedanken sortieren und sicherstellen, dass du die wichtigsten Meilensteine drin hast.

 

So, soweit die Theorie. Und jetzt kommt die Praxis: Fast kein Heiratsantrag-Macher liest die vorbereiteten Worte ab und fast keiner sagt das, was er oder sie sich vorher zurechtgelegt hat. Aber: Das ist auch gar nicht wichtig! Wichtig ist, dass das, was du sagst mit dem übereinstimmt, was du tief in deinem Herzen fühlst und für die Person empfindest! Dann kann da nix mehr schief gehen. Das ist das, was uns Menschen am meisten berührt. Von Herz zu Herz sozusagen. Offen und ehrlich dein Herz sprechen lassen, deine Gefühle! Und hier noch ein wichtiger Punkt: Wenn du diese Gefühle lieber ein trauter Zweisamkeit statt mit vielen Zuschauern offenbarst, dann lass' auch das in die Ortswahl mit einfließen. Denn genießen sollt ihr beide, nicht nur sie. 

 

Im Fachjargon heißt das heute ‚authentisch sein‘ und authentisch sein ist nichts anderes als dass das, was wir denken & fühlen übereinstimmt mit dem, was wir ausdrücken. In deinem Fall mit Worten und Gesten. Also los, mach' dich an dein theoretisches Konzept - aber nicht zu sehr verkopft, sondern frei aus dem Herzen raus! Und geh' dann mit viel Liebe in die Umsetzung.

 

Ich weiß, dass du das kannst und wünsche dir sehr viel Spaß dabei! 

  

Wenn du das Gefühl hast, du brauchst noch die ein oder andere Hilfestellung, dann gönn‘ dir mein Workbook und rock‘ deinen Heiratsantrag, damit dieser einzigartige Moment für immer und ewig als einer der schönsten in Eurem Leben in Erinnerung bleibt! 

 

Viele Grüße

Deine Alisa 

 

* Ich spreche hier in meinem Blogartikel von dem Fall: Der Mann macht seiner Partnerin einen Heiratsantrag. Natürlich gibt es heute viele andere Konstellationen und durchaus werden auch Heiratsanträge von Frauen für ihre Partner gemacht und natürlich in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften von Frau zu Frau oder von Mann zu Mann gemacht. Ich hätte dies gerne schon im Fließtext verdeutlicht, aber es nervt einfach, wenn ständig irgendwo alle Varianten aufgezählt werden 'mit deinem Partner bzw. deiner Partnerin'. Dann blickt man beim Lesen überhaupt nicht mehr durch. Also: Sieh es mir bitte nach, dass ich mich für eine Variante in der Beschreibung entschieden habe. Die Tipps gelten aber selbstverständlich für alle - denn das, was zählt, ist der Mensch und die Liebe! 

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